Moin! Mein Partner hat mich einfach komplett ausgeschlossen!!!

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    • Moin! Mein Partner hat mich einfach komplett ausgeschlossen!!!

      ,,Bin mir nicht sicher ob ich hier richtig bin, aber ich dachte, da hier Menschen sind, die ähnliches durchmachen wie ich, könntet ihr mir vielleicht am besten helfen, ich absolut verzweifelt!!!"

      Ich bin zurzeit vollkommen verzweifelt, traurig, wütend und sehr enttäuscht!

      Mein Partner und ich sind seit fast drei Jahren zusammen und von Anfang an war es nicht sehr leicht für uns beide!

      Er hat Ende Oktober/Anfang November, die Diagnose ,,Lungenkrebs" erhalten, er war bei einem Pneumologen, wegen seiner COPD und dabei kam der Verdacht auf, der sich wenig später auch bestätigte. Hinzu kommt, dass man nach weiteren Untersuchungen herausfand, dass sich in jedem Lungenflügel ein Tumor befindet und sie so liegen, dass sie inoperabel sind, also Chemotherapie.

      Er ist ein Mensch, der sich nicht gerne in die Karten gucken lässt und immer die schützen will, die er liebt. Immer, wenn etwas schlimmes passiert, etwas nicht in seinen Plan passt oder so läuft, wie er es gerne hätte, zieht er sich komplett zurück und man kommt nur noch sehr sehr schwer an ihn ran oder auch gar nicht!!!

      In letzter Zeit war es besonders schlimm, da er Ende des Jahres (2017) nur noch Hiobsbotschaften bekam, doch seid der Lungenkrebs-Diagnose habe ich ihn kaum bis gar nicht mehr gesehen bzw. gesprochen.

      Ich habe mich noch nie so hilflos und einsam gefüllt, wie zu diesem Zeitpunkt. Wir leben nicht zusammen.
      Er hatte am 18.12. seine erste Chemotherapie/Bestrahlung, dort ist er ohne mich hin, er sagte ich sollte ihn nicht so sehen und dürfte ihn, je nach Ausgang der ersten Therapie, beim nächsten Mal begleiten. Wir haben das letzte Mal an diesem Tag gesprochen, er wollte sich eigentlich direkt nach der Therapie oder abends bei mir melden, nichts!!!

      Zu Hause bei ihm macht keiner auf und seine Handys sind seid dem Tag aus!!!

      Ich weiß nicht mehr was ich noch tun kann, habe sogar sämtliche Krankenhäuser abtelefoniert, Gott sei dank ohne Erfolg. Ich stehe kurz vor einem erneuten Nervenzusammbruch, bin am Ende meiner Kräfte, es füllt sich an als hätte ich ihn verloren.

      Danke!!!

      :engel2: Engeli72 :engel2:
    • Hallo
      er will dich damit schützen und das ganze mit sich alleine ausmachen.
      wenn du ihn erreichst mache ihm klar auch wenn er sich abkapselt ändert das nichts an deinen
      gefühlen zu ihm im gegenteil du machst dich noch mehr kaputt
      sag ihm er soll alles mit dir teilen und reden egal wie schlecht es ihm geht
      Dir ganz viel kraft.
    • Weißt Du, mein Mann hat das ähnlich gemacht. Er muss schon ewig gespürt haben, dass etwas nicht stimmt und hat mich nie eingebunden. Ich hab zwar auch gemerkt, dass was nicht stimmt und ihm immer gesagt, er soll mal zum Arzt gehen, aber er hat es immer ignoriert. Ende Mai 2017 hat er die Diagnose Nierenkrebs bekommen, ist zwei Wochen später operiert worden, war dann 2 Wochen zu Hause, musste dann ins Krankenhaus, weil die Blutwerte so schlecht waren und ist eine Woche später schon gestorben. Ich war nicht an seiner Seite, sein Tod kam wohl auch für die Ärzte ziemlich überraschend. Ich hoffe, dass er einfach eingeschlafen ist und mich nicht an seine Seite gewünscht hat in diesem Moment. 6 Wochen von der Diagnose bis zum Tod!
      Das ging alles so schnell, dass wir weder die Zeit hatten uns auf "nicht mehr heilbar" noch auf seinen eventuellen Tod vorzubereiten. Erst am Tag des 2. KH-Aufenthalts wurde uns die Diagnose Metasthasen gestellt.

      Solltest Du ihn erreichen, versuche ihm klar zu machen, dass es für Dich viel schlimmer ist, in so ein Loch gestoßen zu werden, als ihn an seiner Seite zu begleiten.
      Ich knabbere immer noch daran, dass wir diesen Weg nicht zusammen gegangen sind. Ich weiß, er wollte mich nur schützen, aber ich hatte so keine Chance, mich auf seinen Tod vorzubereiten.
      Und das ist viel schlimmer als einen geliebten Menschen auf seinem letzten Weg zu begleiten.
    • Hallo Engeli,
      zuerst wünsche ich Dir und Euch alles Gute, Ruhe und Gelassenheit.
      Ich wäre vor Kurzem noch versucht gewesen, was Du beschreibst mit 'so sind wir Männer halt...' zu erklären, besser: abzutun.
      Aber das greift natürlich zu kurz. Es gibt Menschen aller Geschlechter, die eher nach innen leben.
      Du eschreibst, das sei auch schon vor dem Krebs so gewesen und war auch da sicher nicht ganz einfach.

      Alles oben geschriebene von Arielle und Maus stimmt sicher.
      Unabhängig davon möchte ich Dich unbedingt ermutigen, Deinen eigenen Blick zu finden und Deinen eigenen Umgang mit der Krankheit. Das macht vielleicht die Unterschiede zwischen Euch leichter aushaltbar.
      Auch wenn dafür die Prognosen erst mal nicht so toll sind: reden hilft immer! Wenn ihr schon nicht untereinander, dass erst einmal Du: Such Dir Hilfe: Es gibt ein psychoonkologisches Angebot auch für Angehörige.

      Um mal aus einer eigenständigen Perspektive auf die Krankheit zu sehen, bist Du hier an einem den möglichen Orte -Willkommen!
      Für mich ist z.B. an diesem Forum ein wichtiger Aspekt, dass Angehörige mit Fragen wie Deinen -oder meinen- hier ein wenig unter sich sind, auch in einer Auszeit von den betroffenen Patienten.


      Alles Gute Euch und Dir!
      Stefan

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von AnotherTango () aus folgendem Grund: begrenzt erfolgreicher Entschwurgelungsversuch

    • es ist nicht leicht aber er liebt Dich und will Dich nicht belsten damit...
      mein Mann hatte sogar es feriggebracht mir eine Trennung vorzuschlagen da er mich nicht belasten wollte
      und mir nicht zur Last fallen will, dass habe ich sofort verneint...
      wir versuchen positiv mit dem Leben umzugehen für die Zeit die wir haben eral wie lange es ist......

      sag ihm wie Du zu ihm stehst und was in Dir vorgeht... frag ihn nach seinen Ängsten und Wünsche wenn die Möglichkeit besteht....
    • Hallo Engeli72,

      hier im Forum ist es üblich, das sich neue User mit ihrem Vornamen, Alter, Ort oder Region aus dem sie kommen, vorstellen. Bitte poste noch die Angaben und danach schaltet ich dich dann für die geschützten Bereiche frei.

      M l G
      Das Team vom Forum für Angehörige und Freunde von Krebspatienten
      Forumtechniker ramfresser
      Patrick Popelka
      Ich bin nur verantwortlich für das, was ich sage, nicht für das, was du verstehst.

      Autor: Unbekannt