brauche euren Rat

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    • brauche euren Rat

      Hallo meine Lieben
      ich bin neu hier.
      es dreht sich um folgendes. meine ma hatte Lungenkrebs. der Tumor wurde entfernt,indem sie ihr einen Lungenlappen entfernt haben. auch diverse Lymphknoten wurden ihr entnommen. danach hat sie noch eine Chemo bekommen,damit noch der kleinste Rest,der vielleicht nicht genommen wurde,keine Chance mehr hat.
      das ganze ist jetzt ein bisschen mehr als ein Jahr her.
      jetzt haben wir vermutet,das sie eine Lungenentzündung hat. Sie hat fürchterlichen husten bekommen,hat tierisch abgekommen (15 Kilo innerhalb von einem Monat).
      Sie wollte die ganze Zeit nicht zum Arzt.jetzt war sie aber hin. der Tumorwert im Blut ist gut. aber sie wurde trotzdem zur Kontrolle zum mrt geschickt. da ist sie an so einen bescheidenen Arzt geraten. der hat gesehen,das die eine Seite der Lunge ein wenig milchig ist und sie hat mehrere dunkle Punkte auf der Lunge. aber er hat noch nicht mal erkannt,das ein Lungenlappen entnommen wurde. dann hat er einen Bericht an unseren Hausarzt, aber auch den Bericht an die Klinik,die sie operiert und behandelt hat, geschickt. der Bericht war wohl so unmöglich und unklar geschrieben,das sie jetzt Donnerstag nochmal in die Klinik soll,um weitere Untersuchung zu machen.
      Sie geht felsenfest davon aus,das der Krebs zurück ist. und sie glaubt auch,das sie sterben wird. Sie meint,sie hatte einmal Glück. das wird ihr jetzt nicht mehr gelingen.

      ich versuche so fest daran zu glauben,das der Krebs nicht zurück ist. für meinen dad und für meine Geschwister bin ich stark und positiv. aber ich weiß gar nicht,ob ich das so wirklich bin.
      ich weiß,meine ma ist die,die leidet,aber wir haben es auch nicht leicht und ich kann einfach nicht mehr. ich sage mir selber immer,das die Sterne nicht schlecht stehen,und ich solange ich nichts anderes weiß,das sie kein Krebs hat.

      aber ich möchte eure Meinung hören. und bitte seit ehrlich. mache ich mir falsche Hoffnungen? sollte ich mir diese Hoffnung erhalten,oder mich lieber mit dem Gedanken auseinander setzen,das sie wieder Krebs hat?

      ich bin froh,das ich dieses Forum gefunden habe und mich mit anderen Betroffenen austauschen kann

      Danke schon mal im voraus.

      Gruß Jenny
    • Ich denke schon, dass Du Dich schon mal mit dem Gedanken auseinander setzen solltest. Allein deshalb, damit Du nicht in ein totales Loch fällst, sollte es so sein. 15 Kilo in einem Monat ist einfach eine Tatsache, die man nicht verleumden kann.

      Ich weiß, es ist nicht sehr ermutigend, aber als ich in der gleichen Situation gewesen bin, habe ich diese Gedanken einfach verdrängt und dann ist mein Mann ganz schnell gestorben und ich wurde von der Situation und den vielen ungesagten Worten total aus der Bahn geworfen.

      Ich drücke Dir aber alle Daumen, dass es nicht so dramatisch ist wie es klingt.
    • Liebe arielle.
      Danke für deine ehrlichen Worte. habe sie mir auch zu Herzen genommen. hab heute lange mit meiner ma gesprochen. haben darüber gesprochen was ist und was sein kann. hab ihr gesagt,das egal was passiert,ich immer da sein werde und alles in meiner macht stehende tun werde.

      aber innerlich zerreißt es mich. ich weiß nicht,ob ich die Kraft nochmal aufbringen kann,um das noch einmal durchzustehen. ich weiß,sowas klingt immer irgendwie doof,weil ich ja nicht die kranke bin. aber ich habe 5 kleinere Geschwister,meinen Vater und Tochter. ich war beim letzten mal die positive Kraft. die,die alle irgendwie aufgefangen hat und selber dabei irgendwie untergegangen ist. ich schaffe das nicht noch einmal.
      ich kann schon nicht mehr schlafen und nicht mehr essen,ohne das mir übel wird. ich habe es immer verdrängt,aber heute ist mir das Ausmaß nochmal bewusst geworden.

      ich hoffe so sehr,das es morgen gut ausgeht.
    • Hallo liebe Jenny,

      solange ihr noch keine Diagnose habt, mach dich noch nicht verrückt. Und rede weiter mit deiner Mutter, über alles, auch über den Tod, denn Tatsache ist, wir alle werden sterben, vielleicht nicht heute oder morgen, aber der Tag kommt und dann ist es soweit. Wenn ihr dieses Thema nicht ausklammert, dann ist es nicht so schwer, den Tatsachen ins Auge zu sehen.
      Wenn es dir nicht gut geht, du Probleme mit dem schlafen hast undnichts mehr essen kannst, dann hole dir professionelle Hilfe. Geh zu einem Psychologen. Er kann dir helfen, alles zureflektieren und ein zu ordnen. Mir hilft es sehr !Meine Krankenkasse hat ein Notfallprogramm, damit man schneller einen Termin bekommt. Erkundige dich am besten bei deiner Krankenkasse.

      Ich schicke euch ganz viel Kraft und eine herzliche Umarmung!

      Liebe Grüße

      Barbara
    • Liebe Jenny,

      meine Mama hat Bauchfellkrebs und es ist ungewiss, wie es weitergeht... ich habe für mich einen Mittelweg als sehr gut empfunden. Ein gesunder Realismus beschützt einen davor, dass es einen überrumpelt und total aus der Bahn wirft, aber in gewissen Momenten und Phasen, wo es nicht so akut schlimm ist, sondern die Chemo eben weitergeht und es keine Hiobsbotschaften gibt, versuche ich dann auch nicht nur schwarz zu malen und positiv zu denken.
      Es ist auch wichtig, dich mal abzugrenzen und die Grenzen deines Einsatzes für dich selbst sinnvoll abzustecken. Sei für deine Familie da, aber nimm dir Freiraum, wenn es nicht geht.

      Viele Grüße und alles erdenklich Gute für euch!
      Nina
    • die schaurige Gewissheit ist da. der Krebs ist zurück. ich hatte so sehr gehofft,das es anders ist.
      jetzt heißt es wieder "stark sein" und "kämpfen".
      ach Mann,das ist doch alles scheiße. man denkt immer,das es so hart sein muss für die betroffene Person,aber die Angehörigen haben das auch so verdammt schwer. das ist so eine mega Belastung. körperlich sowie seelisch
      mich macht es einfach d

    • Jenny1508 schrieb:

      die schaurige Gewissheit ist da. der Krebs ist zurück. ich hatte so sehr gehofft,das es anders ist.
      jetzt heißt es wieder "stark sein" und "kämpfen".
      ach Mann,das ist doch alles scheiße. man denkt immer,das es so hart sein muss für die betroffene Person,aber die Angehörigen haben das auch so verdammt schwer. das ist so eine mega Belastung. körperlich sowie seelisch
      mich macht es einfach fertig
      Sie weint den ganzen Tag und ich weiß nicht,was ich machen soll.wie soll ich mit ihr umgehen. Soll ich viel mit ihr drüber reden und sie wieder zum weinen bringen?oder soll ich mit ihr nicht drüber reden und versuchen,sie auf andere Gedanken zu bringen?
    • Das ist ganz schrecklich! Da kann ich gut verstehen, dass deine Mutter sehr niedergeschlagen ist. Ich habe das mit meiner Mutter auch erlebt. Manchmal kann man nur zusammen weinen und sich gegenseitig festhalten. Wenn du meinst du schaffst es nicht mehr, dann hole dir professionelle Hilfe. Mir hilft der Besuch beim Psychologen sehr!
      Ich schicke euch eine große Portion Kraft und drücke euch aus der Ferne!

      Liebe Grüße

      Barbara
    • Setze dich mal mit deiner Krankenkasse in Verbindung, ob die ein Programm haben, damit du beim Psychologen schnell einen Termin bekommst. Meine Krankenkasse hat ein Akutprogramm, da bekommst du bei Psychologen mit denen sie zusammenarbeiten einen Notfalltermin. Normalerweise hätte ich einige Monate warten müssen, aber über das Programm habe ich innerhalb 2 Wochen einen Termin gehabt,
    • Liebe Jenny, tut mir sehr leid, dass die Diagnose deiner Mama keine bessere war :(
      Du hast recht, auch Angehörigen wird in dieser Situation extrem viel abverlangt. Ich bin selbst Angehörige und weiß, wie stark man an seine Genzen kommt. Neben der eigenen Sorge, Verzweiflung und der zeitlichen und physischen Herausforderung steht ja auch noch ein eigenes Leben, das laufen muss.

      Ich kann mich Kaltuslady in allem anschließen: du musst auch auf dich acht geben (sei es Zeit mit Partner/Freunden, Kino, eine heiße Wanne...). Hol dir Unterstützung! Du musst es nicht alleine durchstehen.

      Ich sende dir viel Kraft und Zuversicht!
    • heute ist der Bericht angekommen und wir haben genaue Informationen bekommen. der Krebs sitzt auf dem zwerchfell und kann nicht operiert werden. der Plan ist jetzt erst Chemo,dann Bestrahlung und wenn alles läuft, wie die Ärzte sich das vorstellen sollte er dann abgeschabt werden. ihre Chancen sollen recht gut stehen,so wie es bisher aussieht.was meint ihr?habt ihr irgendwelche Erfahrungen damit?
      Achja. und danke für die vielen lieben Worte. LG Jenny
    • hallo jenny,
      Hat der ktebs bei euch einen namen? Das klingt so nach mesotheliom? Lunge und zwerchfell? Ist der rest der pleura frei von tumoren? Rippenfell?
      Wir haben damit Erfahrungen.
      Das zwerchfell wurde durch einen patch ersetzt,also gore tex ähnliches material.
      Liebe Grüsse
    • Hallo Jenny1508,

      hier im Forum ist es üblich, das sich neue User mit ihrem Vornamen, Alter, Ort oder Region aus dem sie kommen, vorstellen. Bitte poste noch die Angaben und danach schaltet ich dich dann für die geschützten Bereiche frei.

      M l G
      Das Team vom Forum für Angehörige und Freunde von Krebspatienten
      Forumtechniker ramfresser
      Patrick Popelka
      Ich bin nur verantwortlich für das, was ich sage, nicht für das, was du verstehst.

      Autor: Unbekannt

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