Glioblastom ist ein Arschloch

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    • Glioblastom ist ein Arschloch

      Hallo,
      mein Name ist Verena, ich bin 31 und komme aus Lüneburg.
      Kurz nach der Geburt unseres Sohnes Frederick wurde vorletztes Jahr bei meinem Mann ein Astro III diagnostiziert. Mittlerweile ist es ein Glioblastom. Mein Mann wurde nun bereits 3 mal operiert, 2 mal bestrahlt und hatte 10 Zyklen von 2 verschiedenen Chemos. Mittlerweile läuft noch Avastin als Heilversuch aber der Tumor ist so unglaublich hartnäckig. Wir haben so viel versucht. Ich kenne gefühlt jeden Artikel über Natron, Methadon, cbd, basische Ernährung, Löwenzahn, bioresonanz, kurkumin etc. Ich merke, dass meine Kraft zu Ende geht und fühle mich meinem Mann gegenüber furchtbar, weil ich mir manchmal wünsche, dass es aufhört. Ich will einfach nicht mehr. Es geht ihm schlecht, er hat Schmerzen, schläft fast nur, wenn er wach ist ist er nicht mehr der, der er mal war. Ich kann nicht verlangen dass er gut drauf ist, er hat so hart gekämpft. Aber er lässt alles an mir aus und ist so verletzend. Ich versuche alles am laufen zu halten, gehe arbeiten, fahre mit ihm überall hin, kümmere mich um unseren Sohn, koche fast jeden Tag für meine Männer und falle seit 1,5 Jahren abends völlig fertig ins Bett. Ich schlafe gut und habe ein gutes Umfeld an Freunden und Familie die uns sehr unterstützen. Trotzdem verlässt mich langsam der Mut. Mein Mann tut mir Leid, mein Sohn, der ohne Papa aufwachsen wird, tut mir Leid, und ich habe Angst die Zukunft alleine nicht zu packen. Wir haben ein Haus gekauft, wollten ein zweites Kind, wie kann denn jetzt schon alles vorbei sein, wo es erst angefangen hat? Das Leben ist so unfair. Danke, dass ich mich hier ausweinen darf.
      Lieb
    • Dann weine Dich aus! Und versuche nicht immer die Starke zu sein. Ich weiß, das ist schwer, weil man glaubt, dass das von einem erwartet wird, aber Du tust Dir damit nicht gut. Ich spreche aus Erfahrung. Es dankt Dir keiner, wenn Du dann auch noch zusammen brichst. Versuche Dir auch mal Freiräume zu schaffen.
      Und glaubs mir, diese Gedanken hatten andere auch schon. Ich denke, dass ist menschlich.

      Und falls das Undenkbare dann doch eintreten sollte, wirst Du Deine Kraft brauchen, für Dich und Deinen Sohn.
    • Hallo Vivi1986,

      willkommen hier bei uns im Forum.

      Ich habe Dich gerade für den geschützten Bereich "Angehörige und Freunde" freigeschaltet.
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      Bitteschreibe hier nicht weiter, denn dieser Bereich ist öffentlich.


      M l G
      Das Team vom Forum für Angehörige und Freunde von Krebspatienten
      Forumtechniker ramfresser
      Patrick Popelka
      Man beschäftigt sich zu viel damit was war und was sein wird.
      Das Gestern ist Geschichte, das Morgen nur Gerüchte, doch das Heute ist die Gegenwart und die zu erleben ist ein Geschenk.

      Autor: Unbekannt

    • Hallo Verena,
      aus deinem Avatar schliesse ich, dass du 1986 geboren bist. Mein Mann und ich sind 44, aber genau wie ihr noch viel zu jung um zu sterben. Ich weiss genau wie es dir geht. Heute morgen habe ich nach 2,5 Jahren Kampf meinen Mann ins Hospiz gebracht und es war eine gute Entscheidung für uns (kinder, 14 und 5) und vor allem ihn!
      Ich konnte nach der langen Zeit jetzt irgendwann Wut und Verzweiflung hinter mir lassen, habe aber auch alle Stadien als Angehöriger durch. Das ist ein langer Weg und du darfts wütend sein, auf das Drecksblastom, auf einen mitunter widerspenstigen Kranken, manchmal ein bockendes Kleinkind bzw. dessen Verhalten, das Haus das du allein abbezahlst, ggf. deinen Job und all die Dinge die dir das Leben zusätzlich erschweren. Sei wütend, Wut ist ein guter Motor und irgendwann schaffst Du es von allein stark und schwach und all die Dinge zu sein die dir aktuell die Wut ermöglichen.
      Glaub mir, es wird werden. Wir haben Abschied genommen, wissen, dass es jetzt täglich zu Ende sein kann. Es ist alles gesagt und ausgesprochen und die Liebe und der Respekt füreinander habenOberhand bekommen. das ist nicht die ganze Zeit so, auch ich habe meine Zeiten gehabt wo ich wütend auf die Krankheit aber auch auf ihn war. Vielleicht ist es dir möglich dich irgendwo auszukotzen- bei einer völlig unbeteiligten Person. Das hilft schon mal ....
      Du bist nicht allein und ich verstehe jeden Gedanken den du hier geäußert hast. Liebe Grüße Barbara
    • Hallo

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