Hi, ich bin neu hier.

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    • Hi, ich bin neu hier.

      Hi,
      ich heiße Julia bin 28 Jahre alt, komme aus dem Raum Hannover und bin hier weil mein Vater unheilbar an Magenkrebs erkrankt ist. Festgestellt wurde dieser vergangenes Jahr im Juli. Seitdem ist es ein auf und ab. Mein Vater ist 58 Jahre alt und war immer sehr fit und vital. Innerhalb von einem halben Jahr hat er 16 kg abgenommen und ist nur noch ein Schatten seiner selbst.
      Ich selbst komme mit der Erkrankung meines Vaters nur schwer klar.
      In diesem Forum habe ich mich angemeldet weil ich hoffe auf Gleichgesinnte zu treffen die mir vielleicht Tips geben können.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Julia_mk ()

    • Hallo Julia,
      Ich habe mich gerade angemeldet und deine Geschichte ist mir gleich ins Auge gefallen weil er sehr stark meiner Ähnelt.
      Auch mein Vater ist an Krebs erkrankt, darmkrebs auch bei ihm unheilbar. Es ist eine schrecklich belastende Situation und oft bin ich machtlos und Weine nur noch vor Verzweiflung.
      Macht dein papa eine Chemo Therapie?
    • Derzeit ist eine Chemotherapie leider nicht möglich, da er zu schwach ist. Mein Vater ist 1,86m groß und wiegt derzeit nur 68,5 kg.
      Diese Hilflosigkeit und Machtlosigkeit sind wirklich schlimm und ich glaube ich habe noch nie so viel geweint wie in dem letzten halben Jahr.
      Wie geht es deinem Vater derzeit? Macht er eine Chemotherapie?
    • Das tut mir sehr leid..Ich kann sehr gut nachvollziehen wie es dir geht..
      Mein Vater macht eine palliative Chemo, die die Lebensqualität verbessern soll. Die Diagnose haben wir mitte februar bekommen und die Ärzte geben ihm ein halbes Jahr.
      Es geht ihm seit 2 Tagen tatsächlich Körperlich besser aber die Psyche ist garnicht gut.
      Er nimmt auch immer weiter ab. Gott sei dank war er immer schon kräftig aber es sind innerhalb von wenigen Wochen schon über 10 kilo runter..das ist erschreckend schnell..
      Was machst du um das ganze etwas erträglicher zu machen? Ich habe massive Schlafstörungen und ich fühle mich insgesamt einfach unglücklich...Ich muss stark sein aber ich habe vor dem ganzen so eine Angst. Mein Vater ist 66 und auch wie dein Vater VIEL zu jung um uns zu verlassen...
    • Oh Mann.. das ist ziemlich heftig! Das tut mir so leid für dich und deine Familie!
      Ein halbes Jahr.. das ist echt nicht viel. Kann absolut verstehen das die Psyche bei so einer Prognose sehr leidet.

      Mir geht es da auch genauso wie dir. Ich habe auch sehr starke Angst und teilweise auch Panikattacken.
      Wichtig ist ein gutes Umfeld und das du darüber mit anderen sprechen kannst. Wenn du alles in dich hineinfrisst wird es nur noch schlimmer.
      Ich versuche mir Ruheoasen zu schaffen und mir bewusst Zeit für mich selbst zu nehmen. In dieser Zeit versuche ich abzuschalten und mal alles andere außen vor zu lassen. Diese Ruheoasen können ganz banale Dinge sein wie z.B. Spazieren gehen, Sport machen, Freunde treffen, kochen.

      Wichtig ist auch deinen Vater immer aufzubauen und ihm das Gefühl zu geben egal was passiert, dass du zu ihm hältst und an seiner Seite stehst.
    • Danke für deine lieben Worte.
      Wir sind eine tolle Familie und halten sehr stark zusammen, die Krankheit meines Vater hat uns noch näher zusammen gebracht.
      Ich sage meinem Vater immer das ich ihn liebe und er stark bleiben soll, das wir das schaffen und mit ihm kämpfen.
      Es gibt bessere und schlechtere Tage.
      Die Bewusste Auszeit fehlt mir. Ich habe immer ein schlechtes Gewissen, ich rede mir ein ich muss immer funktionieren und darf nichts verpassen.
      Meine Freunde stehen zu mir und helfen wo sie können, nur meinem Freund wurde es scheinbar zuviel und hat sich in dieser für mich schon unerträglichen Zeit vom Acker gemacht.
    • Das freut mich wirklich sehr, dass du eine so tolle Familie hast!

      Ich weiß das das wirklich schwer ist mit dem schlechten Gewissen und so. Mir geht es oft genauso. Aber so schwer es auch klingen mag du musst dein Leben weiterleben und du darfst, nein meiner Meinung nach musst du sogar schöne und positive Dinge erleben/tun. Das gibt dir nämlich die Stärke und die Kraft für deinen Vater da zu sein und mit der Situation besser umzugehen.
      Ich habe auch ganz tolle Freunde und eine super liebe Arbeitskollegin, die mir auch sehr helfen und verständnisvoll reagieren wenn mir alles zu viel wird und ich einen Mad-Julia-Moment habe :)
      Und dein Ex? Der ist eine Pfeife! Dann hat er dich auch nicht verdient.

      P.S. Wie heißt du eigentlich?:)
    • Ich heiße Alex.
      Ja das ist alles so eine Sache.
      Trotzdem können wir uns glücklich schätzen das wir in so einer schweren Zeit den Halt der Familie und Freunde haben, das ist leider nicht selbstverständlich.
      Ja mein ex...Ich weiß auch nicht was auf einmal mit dem los war..Ich bin auch ehrlich gesagt gerade nicht in der Lage mich damit auseinander zu setzen. Und dieses schmerzen gefühl was ich für mein Vater empfinde ist so stark das er mir seit dem er weg ist auch egal geworden ist warum er letztlich weg wollte.
      Ich habe ihn immer miteinbezogen und ihn nicht links liegen lassen, kann sein das ihm der Druck zu groß wurde. Ich brauche ein Partner der eine Krise mit mir überstehen kann und nicht jemand der vor Problemen wegrennent..
      Es tut echt gut sich hier auszutauschen..man denkt immer man ist alleine mit solchen Schicksalsschlägen aber leider sind so viel Menschen betroffen...
    • Ja, das ist richtig.
      Das glaube ich dir das du für die Sache mit deinem Ex keine Kraft hast.
      Da sind andere Dinge halt wichtiger in dem Moment. Ich habe auch gelernt mich nur noch mit Menschen zu umgeben die mir guttun.

      Derzeit wird mir vieles auch einfach zu viel.
      Das letzte halbe Jahr war so anstrengend. Erst die Diagnose, dann hieß es es lässt sich gut behandeln dann mitmal hieß es für die OP muss er in eine Spezialklinik da die betroffenen Lymphe so komisch verwachsen sind. Klinik gefunden, Chemotherapie hat angeschlagen und der Krebs war geschrumpft. Wenige Wochen später wurde bei ihm dann eine Fernmetastase entdeckt. Danach hieß es das er unheilbar krank ist. Zweite Chemotherapie, diese hat gut angeschlagen und der Magenkrebs war so gut wie weg.
      Mitte März dann wieder große Schmerzen und er hat ja auch nicht zugenommen, eher immer noch weiter abgenommen. Eine Magenspiegelung wurde gemacht und es wurde festgestellt das der Krebs wieder da ist.
    • Was für ein Alptraum...das tut mir so leid... Ein auf und ab der Hoffnung ist echt schlimm..man ist bei so vielen Krankheiten so weit...Warum nicht bei krebs ..?
      Wie geht es jetzt bei deinem Vater weiter? Wird ihm geholfen das er keine Schmerzen hat?
      Ich könnte grad wieder anfangen zu weinen...Was für eine Situation...zum verzweifeln..
    • Hallo Julia_mk ,

      willkommen hier bei uns im Forum.

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