Mein Mann hat Leberkrebs und ich viele Fragen

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    • Mein Mann hat Leberkrebs und ich viele Fragen

      Hallo zusammen,
      nachdem ich nun schon einiges in den Foren gelesen habe, möchte ich mich nun auch mal einklinken.
      Ich selbst bin "nur" Angehörige...bei meinem Mann (57) wurde vor 4
      Wochen als Zufallsbefund HCC festgestellt. Dazu muss ich sagen, dass
      mein Mann nicht wirklich viel von Arztbesuchen hielt und dementsprechend
      auch selten dort war. Aber vor 4 Wochen fing er dann plötzlich an, Blut
      im Schwall zu erbrechen, hat mir erst gar nichts gesagt und ich dachte,
      er hätte einen Magen-Darm-virus erwischt. Aber dann hat er es nicht
      mehr ins Bad geschafft und ich sah, dass er Blut erbricht. Ich also
      Rettungswagen bestellt, er kam in die Uniklinik und vordringlich wurde
      dort die Blutung gestoppt. Bei der dann folgenden Ursachenforschung
      wurden drei Primärherde in der Leber entdeckt. Leberzirrhose liegt auch
      vor.
      Zunächst sprach man von einer TACE als Therapie, zwischenzeitlich nach mehreren Tumorboards ist eine SIRT angedacht.
      Jetzt muss ich dazu sagen, dass mein Mann sich überhaupt nicht in
      diversen Quellen informiert, sondern sich auf das verlässt, was der Arzt
      ihm sagt. Unser 21jähriger Sohn und ich nutzen hingegen jede
      Informationsgewinnung und so bin ich auch hier in dem Forum gelandet und
      habe schon ganz viel mitnehmen können - hierfür einfach mal vielen Dank
      an alle


      Ich bin trotdem ein wenig ratlos, denn soooo wahnsinnig viel positives gibt es über die SIRT ja nicht zu lesen
      Vor allem geht es meinem Mann derzeit relativ gut. Er, der nie zum Arzt
      gegangen war, nimmt nun alle Empfehlungen an, ernährt sich gesund und
      ist sehr positiv und optimistisch, worüber ich sehr froh bin, denn ich
      denke, diese Grundeinstellung hilft schon mal sehr.
      Was mir ein wenig Sorgen macht und was ich kaum einordnen kann, ist,
      dass er merklich Muskelmasse abbaut und auch körperlich nicht mehr so
      leistungsfähig ist - ich scheue mich noch davor zu sagen "er baut ab".
      Anfangs hatte er heftig mit Ödemen und Aszites zu kämpfen, das hat aber
      nachgelassen und ist - bis auf den Aszites - quasi im Normalbereich.
      Aber er wird heftigst von Muskelkrämpfen geplagt, er schläft nie mehr als eine Stunde am Stück und das schlaucht enorm.
      Er hat diese Krämpfe auch nicht nur in den Waden oder so, sondern in den gesamten Beinen, Hüfte und auch in den Händen
      Das kann ich aber bislang nicht mit dem HCC in Verbindung bringen, die
      Ärzte scheint das aber auch nicht so brennend zu interessieren - er soll
      halt Magnesium nehmen...hat jemand von euch dazu eine Erklärung??


      Aber was mich noch mehr interessiert ist die Frage, ob hier schon jemand
      Erfahrungen mit CBD zur Bekämpfung der diversen Nebenwirkungen der SIRT
      gemacht hat (zur Erklärung für diejenigen, die mit dem Begriff CBD nix
      anfangen können: das ist ein Bestandteil des Cannabis, quasi der
      Gegenspieler zum halluzinogenen THC-Wirkstoff. Das CBD ist nicht
      berauschend und macht nicht süchtig, soll jedoch eine hervorragende
      medizinische Wirkung haben)


      Wir haben erst nächsten Mittwoch einen Gesprächstermin in der
      Nuklearabteilung der Uni Freiburg und dort werden wir diese Frage auch
      stellen, aber die Antwort, ob das sinnvoll ist zur Bekämpfung der
      Nebenwirkungen oder nicht, kommt wahrscheinlich maßgeblich auf die
      Offenheit des Arztes an. Und ganz ohne Infos möchte ich nicht in das
      Gespräche gehen


      So, sorry, jetzt habe ich doch recht viel geschrieben, aber ich denke,
      wenn ich Antworten hier haben möchte, sollte ich meinen Mann, mich und
      die Umstände auch ein wenig erklären


      Ich würde mich freuen, wenn sich hier jemand angesprochen fühlt und
      Antworten geben kann - denn irgendwie ist man als Familie doch ein
      bisschen alleine gelassen mit solch einer Diagnose...man möchte das
      Umfeld ja auch nicht schocken - die Blicke und das Herabsenken der
      Stimme reicht schon, wenn man sagt "nein, es geht uns gerade nicht so
      gut, mein Mann hat Leberkrebs"
      Wäre schön, wenn ich hier bei euch einige Fragen loswerden kann und vielleicht auch beantwortet bekomme.
      Ganz liebe Grüsse,
      Heike
    • Hallo melsimma,

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