• Hallo zusammen,

    ich heiße Lisa, ich bin 29 Jahre alt und komme aus Stuttgart.

    Meine Mama hat im Oktober 2021 die Diagnose Darmkrebs unter dramatischen Umständen erhalten. Auslöser war ein Ileus, weshalb meine Mama notoperiert wurde. Während dieser Operation wurde gleichzeitig eine einzelne Metastase in der Leber entdeckt und entfernt. Kurz darauf begann von November 2021 bis Mai 2022 die Chemotherapie.

    Danach kehrte zum ersten Mal etwas Ruhe ein und wir konnten wieder etwas Hoffnung schöpfen. Leider hielt diese Zeit nicht dauerhaft an. Im April 2024 wurde erneut eine kleine Lebermetastase entdeckt. Für uns brach damals wieder eine Welt zusammen und der ganze Horror begann von vorne. Seitdem hat meine Mama insgesamt fünf Mikrowellenablationen hinter sich. Zwischendurch war sie immer wieder in Remission und aktuell ist sie glücklicherweise ebenfalls in Remission. Im September steht das nächste Staging an.

    Trotz dieser guten Nachricht schaffe ich es kaum, die Angst loszulassen. Die regelmäßigen Untersuchungen machen mich jedes Mal völlig fertig. Ich habe eine unglaubliche Angst vor dem Satz: „Wir können doch nichts mehr machen.“ Allein dieser Gedanke löst bei mir Horrorszenarien aus. Vor jedem Kontrolltermin werden die Nächte schlechter, ich grüble ununterbrochen und habe große Angst vor den Ergebnissen.

    Ich bin selbst Gesundheits- und Krankenpflegerin. Beruflich kann ich mit vielen schwierigen Situationen umgehen und versuche, sachlich zu bleiben. Wenn es aber um meine Mama geht, bin ich nicht die Pflegekraft, ich bin einfach ihre Tochter und Angehörige. In dieser Rolle leide ich nun seit fast fünf Jahren mit. Manchmal habe ich sogar das Gefühl, dass mein medizinisches Wissen meine Ängste eher verstärkt.Wir haben ein unglaublich enges Verhältnis zueinander. Ich lebe aktuell noch bei ihr, weil ich nie weiß, wie lange ich sie noch habe. Ich kann und möchte sie in dieser Zeit nicht alleine lassen. Selbst an den Tagen, an denen ich sie nicht sehe, habe ich sofort ein schlechtes Gewissen und Angst, da ich nicht weiß wie lange diese Phase noch gut geht. Diese ständige Sorge begleitet mich inzwischen jeden Tag und ist unglaublich kräftezehrend.

    Ich hoffe, mich hier mit Menschen austauschen zu können, die diese Ängste kennen oder Ähnliches erlebt haben.ich habe immer wieder das Gefühl, dass auch ich mein Leben nach dem Krebs « umprogrammiert » habe. Wie geht ihr mit solchen Situationen um ? Wie geht ihr mit eurer Angst um ?

    Ich freue mich über jeglichen Austausch!


    Liebe Grüße

    Lisa

  • Hallo Lisa, es tut mir sehr Leid was du in den letzten Jahr erlebt hast. Ich kann diese Angst gut mit dir teilen. Da dieser Bereich öffentlich ist, hoffe ich wir lesen uns dann in freigeschalteten Bereich wieder.

    Alles Liebe Leyla

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