Beiträge von Inges

    Hallo Schwammerl,
    ich habe das alles ja schon hinter mir, zumindest im Realen, im Geiste noch nicht.
    Auch ich habe meine Ma mal angeschrien und mir Vorwürfe deswegen gemacht. Aber: wir sind alle Menschen, mit Stärken aber auch mit Schwächen.
    Ich sage mir immer : Meine Ma wusste, dass ich bis zum Ende immer an Ihrer Seite war und mich das viel Kraft gekostet hat. Ich bin sicher: Sie hat es mir verziehen, dass ich sie auch mal angeschrien habe.
    Erst nach dem Tod meiner Ma habe ich mit einer "Sterbeamme" über einiges gesprochen. Sie sagte mir um einen Todkranken Menschen zu Hause zu pflegen bräuchte es mindestens 4 Menschen, die sich um die Sorge und Pflege kümmern- Alles andere sei eine Überforderung. Deshalb kann ich mir da verzeihen. Heute allerdings würde ich meine Ma wahrscheinlich eher ins Hospiz bingen- auch wenn ich die Nähe und Intensität gleichzeitig nicht missen möchte, die die Sorge um und für sie in ihrem Zuhause mitgebracht hat....
    Ich wünsche Dir und Deinem Mann viel Mut und Kraft- und dass ihr euch auch bei anderen Menschen Hilfe holen könnt.


    Viele Grüße,
    Inges

    Hallo Ihr alle,
    ich bin 51 Jahre alt, heiße Inges und lebe in Hamburg.
    Vor 10 Jahren ist meine Ma während einer Tumor-Erkrankung gestorben.
    Was ich in dieser Zeit erlebt und gesehen habe, hat mich schwehr traumatisiert.
    Aber auch heute noch erlebe ich immer wieder im Freundeskreis Dinge,
    die mich z.B. vor allem Chemotherapie aber auch Strahlentherapie kritisch sehen lassen.
    Mein Bedürfnis ist es, vor Chemo-und Strahlentherapien einerseits zu warnen,
    Alternativen dazu zu suchen und zu finden,
    aber auch Erlebtes anderer zu lesen oder selbst Erlebtes wiederzugeben
    um alles verarbeiten zu können oder anderen bei der Verarbeitung zu helfen.
    Denn es scheint ja fast jeden 3. die Diagnose Krebs irgendwann einmal zu treffen.
    .....Ja, soweit erstmal.....


    Herzliche Grüße, Inges