Tochter hat Melanom

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    • Tochter hat Melanom

      Hallo,ich merke gerade wie mir der Boden unter den Füßen wegbricht.
      Mein Name ist Ines und ich bin 48 Jahre alt. Ich wohne in Cottbus.
      Meine Tochter,gerade 20 Jahre alt geworden (wohnt in Dresden)hat letzte Woche die Diagnose schwarzer Hautkrebs bekommen. Seit letzter Woche folgten nun viele Untersuchungen. CT,MRT und viele Blutuntersuchungen.
      Das Ergebnis,der Krebs hat schon in der Lunge und in der linken Flanke gestreut.
      Der eigentliche Krebsherd ist neben dem rechten Ohr. Die ganze rechte Gesichtshälfte ist geschwollen.
      Morgen werden wir erfahren,ob operiert wird,oder eine Immuntherapie ansteht.
      Ich habe seit einer Woche nicht mehr geschlafen und bin total am Ende. Ich weiß nicht,wie gehe ich damit um.
      Ich muss stark sein für mein Kind!
      Wir haben so große Angst das sie sterben könnte.
      Wer kann sich mit mir austauschen? Ich habe so schreckliche Angst!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Passion717 ()

    • Liebe Passion717,

      ich möchte dich nur mal virtuell in den Arm nehmen und ganz fest drücken. :troest

      Ich hoffe, du bekommst hier ganz bald den gewünschten Austausch.

      Zumindest machen wir alle hier die selben Ängste durch und können uns gegenseitig etwas stützen.

      Deine Tochter ist jung und hat so viel Lebensmut und Lebenswillen, sie wird eine Therapie gut verkraften und dem Krebs so richtig einheizen. Was sagen denn die Ärzte? Gibt es eine Therapie, die gut anschlägt?

      Dir zu sagen, du sollst dich nicht sorgen, wäre dumm... jede Mutter versteht, was für Ängste du jetzt durchmachst.

      Viel Kraft, Andrea <3
    • Danke liebe Andrea! Die Ärzte gucken uns mitleidüber an. Der Hautarzt meinte,sie hat eine 50:50 Chance.
      Wir hatten noch nie Krebs in der Familie,nun seit Januar mein Vater Blutkrebs,meine Mutter einen bösartigen Tumor in der Niere und mein Mann ein Basaliom an der Nase.
      Morgen bekommen wir ein Ergebnis. Entweder wird operiert,oder eine Immuntherapie wird gemacht.
    • Liebe Passion,
      weißt du auf deren Statistiken 50:50 etc. pp. würde ich gar nix geben. Jeder Mensch ist einzigartig und niemand lässt sich so einfach in eine Schublade quetschen... das Glas ist immer halb voll und nicht halb leer!!! Vielleicht gibt es ja für solche Krebsarten Kompetenzzentren? Dann würde ich lieber dorthin gehen. Mitleidige Blicke sind meist von uns überbewertet, weil wir krampfhaft versuchen "zwischen den Zeilen zu lesen" und ja, wir lesen da auch was, obwohl da gar nix ist. Wie geht denn deine Tochter damit um? Lebt sie noch bei dir zu Hause?

      Das nun deine ganze Familie betroffen ist, ist natürlich noch viel mehr Belastung. Manchmal schlägt das Schicksal mit voller Wucht zu. ;( Wie geht es deinen Lieben momentan?

      Du musst nicht alles aushalten, du brauchst Schlaf... zur Not lass dir für 1-2 Nächte ein Schlafmittel verschreiben, nur so kommen Körper und Geist zu Kräften.

      Hier kannst du dir alles von der Seele schreiben! Nur zu, lass es raus. Das kann auch ungemein helfen.

      Für das morgige Ergebnis viel Glück und Daumen sind ganz fest gedrückt. :thumbsup:
      LG Andrea
    • Liebe Andrea,deine Worte sind echter Balsam für meine Seele.
      Meine Tochter redet nicht viel darüber. Sie macht sehr viel mit sich selbst aus.
      Wir sind in der Uniklinik in Dresden. Dort fühlen wir uns sehr gut aufgehoben.
      Ja du hast Recht,man will zwischen den Zeilen lesen,wenn die Ärzte etwas sagen. Ich will einfach nur hören,das sie sagen,mein Kind wird leben!!!!
      Wir sind jetzt vom HNO zum Dermatologen gewechselt.
      Gestern war wohl ein Ärztbord und dort wurde unser Fall besprochen und welche Therapie am besten ist.
      Morgen wissen wir mehr.
      Meinen Angehörigen geht es soweit gut.
      Du hast Recht,mit dem Schlafen das ist so eine Sache. Man kann nicht einschlafen. Die bösen Gedanken sind ständig im Kopf. Ich Krieg sie auch nicht raus.
      Und wenn dann alles sagen"du musst positiv denken". Ich kann es nicht mehr hören.
      Geht es dir auch so?
    • also, ich war auch selbstbetroffen. 2014 hatte ich Brustkrebs, sehr aggressiv, habe Chemotherapie gemacht und mir dann beide Brüste und Eierstöcke entfernen lassen... Ein Arzt sagte mir, er könne mir nicht sagen, ob ich in 3 Jahren noch lebe... dieser Arzt hat IMMER alles mies gemacht. Ich hatte mich gerade wieder oben, da kam er um die Ecke und kloppte mich verbal wieder zu Boden. Ich hab das Brustkrebszentrum daraufhin gewechselt und hatte dort nur emphatische Ärzte, NIEMAND redete da von einer ungefähren Überlebensrate, nein, alle sagten mir, dass ich LEBEN werde!!! Und erst da ging es für mich Bergauf, weil auch die Psyche eine wichtige Rolle spielt!

      Jetzt als Angehörige ist es eine überwältigende Angst vor der Zukunft, der Trauer und dem Verlust. Meiner Mama wurde gar nicht erst eine Chance auf Therapie gegeben, sie galt nach 14 Tagen bereits als austherapiert. Solange man uns sagte, sie könne Chemo machen, hatte ich Hoffnung und die hat mich getragen. Da konnte ich auch noch schlafen... aber nun, nachdem man uns diese genommen hatte, wurde es von Tag zu Tag schlimmer... ich wälze mich Nachts hin und her, bin auf Dauerspannung und bekomme das Kopfkino nicht mehr aus.

      Versuche dir die Hoffnung nicht nehmen zu lassen... solange es Möglichkeiten gibt, wird nicht gestorben... sondern ist konzentriert euch auf die nächsten Schritte, Diagnose, Behandlung... fertig. Mehr benötigt dein Kopf erstmal nicht. Über alles andere kann man sich nen Kopf machen, wenn es soweit ist.

      Und ja, "DU musst jetzt stark sein und immer positiv denken!" Diesen Satz kenne ich zu gut... niemand MUSS stark sein, denn weinen und schreien ist ungemein befreiend und immer positiv denken, ich denke auch das ist schwer. Wichtig ist, du DARFST fallen, kurz liegenbleiben ABER du musst wieder aufstehen!

      Und Ines: "dein Kind wird leben!" :drueckdich
    • Liebe Ines,
      da auch meine Tochter erkrankt ist - mit 29 Jahren Lymphdrüsenkrebs - kann ich dich so gut verstehen.
      Keinen Boden unter den Füßen, das kenne ich sooo gut.
      Die Zeit der Diagnosestellung bis zum Beginn der Therapie ist die Allerschlimmste. Nichts ist schlimmer als das Warten auf Ergebnisse und den Beginn der Therapie.
      Da hat es bei mir Zeiten gegeben, an denen ich einige Tage am Stück nichts essen konnte, obwohl ich sonst eher ein Stressesser bin, und -ja- Wochen, in denen ich jede Nacht höchsten 2-3 stunden geschlafen habe.

      Bei mir und auch bei meiner Tochter wurde es etwas besser, sobald die Therapie lief.
      Sei gewiss : deine Tochter schafft es und auch du schaffst es.
      Auch die Zeit vergeht, ich war oft am Abend erstaunt: wieder ein Tag geschafft!

      Auch jetzt gibt es bei uns viel Ängste und Sorgen: um den Erfolg der Therapie, viele widrige äußere Umstände.
      Ich hab das Gefühl, es ist bei uns kein Stein mehr auf dem anderen.
      Mir ist oft zum Heulen. Es ist so schwer, wenn das eigene Kind betroffen ist. Das wird jede Mutter so empfinden.

      Ich hoffe, dass bei euch und auch bei uns alles gut ausgeht.
      Kopf hoch; daran muss ich mich auch selbst immer wieder erinnern!

      Alles Liebe
      Agnes
    • Liebe Agnes,danke für deine aufbauenden Worte.
      Es ist ein Wahnsinn,man fragt sich jeden Tag,warum mein Kind und warum nicht ich.
      Bei meiner Tochter wird heut entschieden,welche Therapie angesetzt wird.

      Wie geht es deiner Tochter und welche Therapie hat sie bekommen?
      Ich wünsche Euch nur das Beste!
      Auch Dir wünsche ich viel Kraft und Durchhaltevermögen! Wir müssen stark sein für unsere Kinder!
    • Hallo Passion717,

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