Prinzessin Insomia und der albtraumfarbene Nachtmahr; Walter Moers, Illustration Lydia Rode

  • Prinzessin Dylia ist eine schlaflose Prinzessin, der eines Nachts ein Nachtmahr auf der Brust sitzt, der ihr die Luft nimmt. Seine Bestimmung ist es, sie in den Wahnsinn zu treiben und er bietet ihr an, sie vorher noch mit nach Amygdala zu begleiten, ins „Dunkle Herz der Nacht“.

    Die unerschrockene Prinzessin nimmt die Herausforderung an und es beginnt eine phantastische und abenteuerlich Reise durch ihr eigenes Gehirn, bei der bei beiden so einiges in Bewegung kommt.


    Das ist ein wunderschönes Buch zum (Vor-)Lesen über Geistige Gesundheit, bzw. die Abwesenheit davon: den Wahnsinn. Man darf schon Fan von Walter Moers‘s Zamonien-Universum sein, aber es ist nicht Voraussetzung, die Geschichte trägt auch so.

    Ich habe sie vor längerem schon mal zum Einschlafen vorgelesen und nun liegt sie noch einmal vor mir.

    Mich fasziniert die Kombination aus Moers‘s scheinbar unerschöpflicher Phantasie, seinen fundierten und Humorvollen Referenzen an die Weltliteratur und sogar die augenscheinliche anatomische Korrektheit der Reiseroute.


    Die Prinzessin hat ganz eigene und sehr originelle Strategien für den Umgang mit ihrer schweren Krankheit, die uns immer wieder erheitert und vielleicht sogar inspiriert haben: Krustbrebs und Mirntetahasen, Schmopfkerzen?! Das kann so ernst nicht sein. Den höchsten Berg des Planeten Conatio gestiegen, ohne Sauerstoff? Wer eine schwere Chemo bestanden hat, wird wissen, wovon die Rede ist. Und bis zu letzt ist es unmöglich, der schillernd albtraumfarbenen Haut etwas schönes abzugewinnen…

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